Selbstbewusstsein / Selbstvertrauen / Selbstwertgefühl

Zuerst müssen wir, zwischen Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl unterscheiden.

Selbstbewusstsein: Ich bin mir über meine Stärken und Schwächen bewusst.

Selbstvertrauen: Ich schreibe eine E-Mail und schicke sie sofort ab, ohne sie noch 4-5 Mal gegen zu lesen. Sprich ich bin mir meiner Stärke des E-Mail verfassen bewusst und habe vertrauen in meine Fähigkeiten.

Selbstwertgefühl: Ich habe meine Qualitäten und trage einen Mehrwert bei.

Während meinem Burnout hatte ich kein Selbstbewusstsein, kein Selbstvertrauen und auch kein Selbstwertgefühl. Was temporär war, weil vor meinem Burnout kannte ich meine Stärken und Schwächen sehr wohl. Auch hatte ich vertrauen in meine Fähigkeiten und wusste ich trage etwas wertvolles bei. Heute bin ich wieder sehr selbstbewusst! Vermutlich auch durch die Erfahrung der letzten 4 Jahre wurde ich mir meiner Stärken und Schwächen umso bewusster und konnte mit Hilfe von Therapien und einer sorgfältigen Reintegration in den Arbeitsprozess Selbstvertrauen tanken.

Heute Frage ich mich wie es so weit hatte kommen können? Meine Fähigkeiten als Finanzbusiness Partner und als Mitarbeiter im allgemeinen waren vor meinem Burnout und nachher mehr oder weniger die Gleichen. Wieso hatte ich für eine Zeitlang das Gefühl nichts zu können und wertlos zu sein?

Es war eine Kombination von mehreren Faktoren. Die beiden wichtigsten waren, dass der neue Chef eine bestimmte Persönlichkeit an Mitarbeiter haben wollte und ich war das komplette Gegenteil davon. Und wir hatten grundsätzlich andere Meinungen was die Rolle eines Finanz Businesspartner alles beinhaltet. Ich fand die wichtigste Aufgabe war das Business in Finanzbelangen zu beraten und zur Seite zu stehen. Irgendwie spielte das nach 4 Jahren keine Rolle mehr. Das brachte ich nicht in meinen Kopf.

Heute komme ich zum Schluss, dass ich einfach in ein Umfeld gekommen war wo man meine Qualitäten, Eigenschaften und Persönlichkeit nicht schätzte. Das stetige anrennen und kämpfen gegen Ideen und Ansichten machte mich müde und brachte die Selbstzweifel. Die Abwärts-Spirale war in vollem Gang. Ich arbeitete mehr und mehr, weil ich den neuen Ansprüchen der neuen Führung gerecht werden wollte/musste, habe aber gleichzeitig weiter für meine internen Kunden da sein wollen wie früher. Dann schlichen sich Fehler ein und Kritik war schnell da. Bald hatte ich das Gefühl nichts mehr richtig machen zu können. Ich dachte alle sind gegen mich und suchen richtiggehen nach Fehlern.

Was hätte ich anders machen können und sollen? Mir bewusst machen, dass es normal ist, dass nicht alle Menschen auf der Welt mich toll finden. Das ist ganz normal. Ich schätzte ja die Qualitäten, Eigenschaften und Persönlichkeit des neuen Chefs auch nicht. Zudem hätte ich mir bewusst machen müssen, dass ich nicht in einem Umfeld gefangen war, welches mich nicht schätzte. Ich war frei zu gehen und das ist das was ich hätte machen müssen. Meinen Stolz überwinden und gehen. Natürlich ist das einfacher gesagt als getan, aber ich kann Dir helfen einen Weg zu finden. Melde Dich bei mir!

Meine Wichtigste Erkenntnis war:  Dein Wert verringert sich nicht, nur weil einige andere Deinen Wert nicht erkennen.